Teleskope im Vergleich

Drei Bauarten teilen sich den Markt. Der Refraktor sammelt das Licht mit Linsen. Er ist wartungsarm, liefert kontrastreiche Bilder und ist bei Mond und Planeten sehr beliebt. Große Öffnungen werden allerdings schnell teuer und schwer.

Der Newton-Reflektor arbeitet mit einem Hohlspiegel. Für das gleiche Geld bekommt man deutlich mehr Öffnung, also mehr Licht. Dafür muss die Optik gelegentlich justiert werden, und der Tubus ist sperrig. Für lichtschwache Ziele ist er die günstigste Lösung.

Die dritte Gruppe kombiniert Spiegel und Korrekturlinse. Diese Geräte falten den Strahlengang und bauen damit sehr kurz. Sie bieten viel Brennweite auf wenig Raum, brauchen aber lange, um sich an die Außentemperatur anzupassen.

Zwei Zahlen beschreiben jedes Teleskop. Die Öffnung sagt, wie viel Licht gesammelt wird und wie fein Details getrennt werden können – sie ist die wichtigere Zahl. Die Brennweite bestimmt zusammen mit dem Okular oder Sensor den Abbildungsmaßstab. Hohe Vergrößerung ohne genügend Öffnung ergibt nur ein großes, unscharfes Bild.

Für den Anfang gilt: Das beste Teleskop ist das, das man auch aufbaut. Ein Gerät, das in zwei Gängen zum Stellplatz getragen werden muss, bleibt an den meisten Abenden stehen.